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Aktuelles

 

Aktuelle Hinweise

1. Informationen über die neuen Verfahren in der ABH vom Landkreis Marburg-Biedenkopf

Übersetzungen über aktuelle Regelungen der Ausländerbehörde in verschiedenen Sprachen.

2. HSMI Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakt

Wichtige Infos zum Corona-Virus von der Hessischen Landesregierung

Bund und Länder haben angesichts der rasanten Verbreitung des Coronavirus am 22. März 2020 erweiterte Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte beschlossen. Mit wem darf ich mich im öffentlichen Raum aufhalten? Was gilt für Restaurants und andere Dienstleister? Wie lange bleiben die neuen Regelungen bestehen? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Übersetzungen über aktuelle Regelungen der Hessischen Landesregierung zur Beschränkung sozialer Kontakt in verschiedenen Sprachen.

   

Arbeits- und arbeitsschutzrechtliche Fragen zum Coronavirus (SARS-CoV-2)

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales  bietet Informationen zu Arbeits- und arbeitsschutzrechtliche Fragen zum Coronavirus.

Kann ich zuhause bleiben?

Muss ich ins Büro, wenn die Kollegen husten?

Diese und andere Fragen werden in den FAQs zum Coronavirus auf folgender Webseite auch in verschiedenen Sprachen beantwortet:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

(Stand 23. März 2020)

Bildungs- und Beratungsprogramme für Migrantinnen und Migranten

  • Das DGB-Bildungswerk entwickelt Bildungs- und Beratungsprogramme für Migrantinnen und Migranten. Eine zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration ist die Möglichkeit der gleichberechtigten Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt. Integration umfasst den gestalterischen Willen von beiden Seiten: Der Zuwanderungsgesellschaft und der Zuwandernden. Für die Gewerkschaften ist die gleichberechtigte Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen Ziel der Integration.
  • Zielgruppen sind vorrangig Betriebsräte, Personalräte, JAVen, Vertrauensleute und Gewerkschafts-/ DGB-Funktionär_innen, aber auch deutsche und ausländische Arbeitnehmer_ innen, Migrationscommunities, Personalverantwortliche, "einfache" Gewerkschaftsmitglieder und Interessierte, Menschen mit Migrationshintergrund oder Geflüchtete.
  • Regelmäßig erscheint ein Newsletter "Forum Migration", der hier zum Download bereit steht. Man kann ihn kostenlos abonnieren. Die verantwortlichen Kolleginnen und Kollegen können auch persönlich angesprochen werden. Hier ist der Link zum Team.

Info-PDF
Newsletter Forum Migration Januar 2020

Noch nutzen wir in unserer Region das Angebot des DGB-Bildungswerks nicht systematisch. Das sollten wir ändern. Migrantinnen und Migranten, Beschäftigte in Betrieben und Verwaltungen, Gewerkschaften und Flüchtlingsinitiativen müssen zusammenfinden. Wir haben gleiche Interessen und dürfen uns nicht gegen einander ausspielen lassen. Packen wir's an, und warum nicht zum Beispiel am nächsten 1. Mai?

Die Ausländerbeiräte in Hessen werden de-facto abgeschafft

Die Pressemitteilung des Landesausländerbeirats, der Vertretung der Ausländerbeiräte in Hessen, fasst es gut zusammen.

Wiesbaden, den 04. Dezember 2019

Griff in die Mottenkiste

Die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen (agah) hat gegenüber den Plänen der Hessischen Landesregierung, kommunale Ausländerbeiräte mittels eines sogenannten "Optionsmodells" durch Integrations-Kommissionen zu ersetzen, auf das Schärfste protestiert.

"Der Gesetzesentwurf führt in der Praxis zu einer Abschaffung der Ausländerbeiräte und einem Verlust des Wahlrechts für viele hier lebende Migrantinnen und Migran-ten. Das ist ein brutaler Abbau demokratischer, gesetzlich verbriefter Rechte!" sagte der agah-Vorsitzende Enis Gülegen heute in Wiesbaden.

"Die Einführung von Integrations-Kommissionen ist ein Modell aus dem letzten Jahr-hundert. Einstmals gab es solche Kommissionen. Sie wurden durch demokratisch legitimierte Ausländerbeiräte ersetzt, weil die Kommissionen nicht funktionierten" so Gülegen.

Gülegen bezeichnete sowohl das Vorhaben, als auch die Vorgehensweise als uner-träglich: "Seit 2014 war uns die Einsetzung einer Arbeitsgruppe zum Thema zugesi-chert worden. Es wäre notwendig gewesen, die bestehenden Ausländerbeiräte zu modernisieren und weiter zu entwickeln. Wir waren stets dialogbereit, aber man hat nicht mit uns gesprochen. Das ist Wortbruch! Die Ausländerbeiräte haben ihre Arbeit jahrzehntelang gut erfüllt, jetzt können sie gehen. So verfährt man nicht mit Men-schen und gewachsenen Strukturen."

Gülegen erklärte weiter: "Durch diese Hau-Ruck-Aktion werden alle in Hessen leben-de Migrantinnen und Migranten herab gesetzt, ignoriert und vor den Kopf gestoßen. In Zeiten wie diesen, in denen die Demokratie vor großen Herausforderungen steht, erweist sich dieses Gesetzesvorhaben als kontraproduktiv und als Sackgasse ohne Wendehammer!"

Gesetzentwurf 20/1644

Die erste Ausgabe des VOICE Journals ist da!


Alternativer Download hier! [PDF 3,65 MB]

Die wichtigsten Asylzahlen 2018

Geht die Zahl der Flüchtlinge zurück?

In Deutschland wurden 2018 weniger Asylanträge gestellt als im Vorjahr. Aber weltweit ist die Zahl der Flüchtlinge und der Menschen, die in "flüchtlingsähnlichen Bedingungen" in einem fremden Land leben, erneut gestiegen und liegt derzeit bei mehr als 23 Millionen Menschen.

Vollständiger Artikel des Mediendienst Integration

Abschiebungen und "freiwillige Ausreisen"
mediendienst-integration.de/migration/flucht-asyl/abschiebungen.html

Die wichtigsten Asylzahlen 2019

Der Mediendienst Integration gibt einen Überblick

Immer weniger Flüchtlinge erreichen Deutschland.
Die Zahl der Asylanträge ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken, wie bereits in den zwei Jahren zuvor. 111.000 Menschen reisten 2019 nach Deutschland ein, um hier Schutz zu beantragen. Hinzu kommen etwa 23.400 Flüchtlinge, die bereits in Deutschland lebten und einen zweiten Antrag gestellt haben - und rund 31.400 Kinder von Geflüchteten, die hier 2019 geboren sind.

Immer mehr Menschen sind weltweit auf der Flucht.
Nach Angaben des UN-Flüchtlingswerks lebten zur Zeit der jüngsten Erhebung (Ende 2018) fast 26 Millionen Menschen aufgrund von Verfolgung außerhalb ihrer Heimat - das sind über zwei Millionen Menschen mehr als im Vorjahr. Die meisten von ihnen sind Syrer, Afghanen und Süd-Sudanesen. Hinzu kommen 41,3 Millionen "Inlands-Flüchtlinge" (IDP).

Filmstart: ZU WEIT WEG

Wir freuen uns sehr, Ihnen den neuen Kinder- und Familienfilm ZU WEIT WEG (Filmstart: 12.03.2020) vorzustellen.
Der Film erzählt eine mitreissende Geschichte über den Verlust der Heimat und die grenzüberschreitende Kraft von Freundschaft. Dabei werden die Themen Zuwanderung und Integration für Kinder sensibel und verständlich aufgearbeitet.
ZU WEIT WEG wurde bereits mehrfach auf internationalen Kinderfilm-festivals ausgezeichnet und ist aktuell in der Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis.

Den Trailer und weitere Infos zum Film finden Sie hier: http://zuweitweg.de

Flyer zu den interkulturellen Wochen 2020

Der Flyer zu den interkulturellen Wochen dieses Jahr ist jetzt online unter interkulturellewoche.de/datenbank zu finden.

Die digitale Version wird laufend aktualisiert.

Gütesiegel verliehen - Stadt und Kreis zeichnen weltoffene Betriebe aus

Viele Arbeitgeber*innen aus dem gesamten Landkreis Marburg-Biedenkopf haben sich um das neue Gütesiegel "Interkulturelle Vielfalt LEBEN" beworben. Nun hat Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies gemeinsam mit dem ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow erstmals dieses Gütesiegel verliehen: 13 Organisationen erhielten die Auszeichnung. Mit dem neuen Gütesiegel wurden Arbeitgeber*innen ausgezeichnet, die sich in der Region für interkulturelle Vielfalt einsetzen. Es verdeutlicht, wie kulturelle Vielfalt in ausgezeichneter Weise zum Erfolg von Betrieben und Organisationen führt. Für die besten Ergebnisse gab es außerdem Preise: Den Preis in der Kategorie große und mittlere Organisationen erhielt die CSL Behring GmbH für zahlreiche interkulturelle Schulungsmöglichkeiten für Mitarbeiter*innen und das Programm zur Integration geflüchteter Menschen. Michael Schröder, Geschäftsführer von CSL Behring in Marburg, sagte: "Das Gütesiegel macht auf Herausforderungen aufmerksam, zeigt aber auch Lösungen: Wege, wie wir es schaffen, Geflüchtete in die Unternehmenskultur zu integrieren." In der Kategorie der kleinen Organisationen gewann der Friseursalon haaribo, der besonders durch das vielseitig vernetzte gesellschaftliche Engagement der Inhaberin überzeugte. Außerdem setzt der Salon bewusst die interkulturellen Kompetenzen und Fähigkeiten der Mitarbeiter*innen ein. Inhaberin Nadine Sisamci sagte: "Bei uns steht der Mensch im Vordergrund, nicht Herkunft oder Nationalität." Ein besonderes Anliegen sei es ihr, junge Frauen bei der Verwirklichung ihrer Träume zu unterstützen.

Hessisches Plädoyer für ein solidarisches Zusammenleben!

Pressemitteilung

Die Würde des Menschen zu schützen ist Sinn der Demokratie
Vorstellung des Hessischen Plädoyers für ein solidarisches Zusammenleben

Mit einem eindringlichen Hessischen Plädoyer für ein solidarisches Zusammenleben haben sich heute in Wiesbaden Vertreter*innen eines sehr breiten und bunten Spektrums der hessischen Zivilgesellschaft an die hessische Öffentlichkeit gewandt. 48 Erstunterzeichner*innen, darunter führende Persönlichkeiten aus Verbänden und Institutionen, kommunalen Spitzenverbänden, Religionsgemeinschaften und Kirchen, Wirtschaft, Gewerkschaften, Wohlfahrt, Sport, Kunst und Kultur, wollen damit im Vorfeld der Europawahl ein deutlich vernehmbares Zeichen setzen: Für eine offene, demokratische und solidarische Gesellschaft, die Unterschiede und Vielfalt als Reichtum begreift. Gegen Diskriminierung und Hetze.

Der Text des Hessischen Plädoyers für ein solidarisches Zusammenleben und die Liste der Erstunterzeichner*innen.

Unterschriftenaktion
Ziel: Eine Million Menschen und 1000 Organisationen!
Machen Sie auch mit. Unterzeichnen auch Sie das Hessische Plädoyer für ein solidarisches Zusammenleben!
Als Einzelperson und oder als Organisation entweder

  • mit diesem Formular
  • online auf chance.org (nur Einzelpersonen) unter
    http://chng.it/tngdp5rqpB
  • formlos per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Integration in Arbeitsmarkt und Bildungssystem macht weitere Fortschritte

"Im Jahr 2015 wurden in Deutschland die höchsten Zuzüge von Geflüchteten seit den Flucht- und Vertreibungsbewegungen am Ende des zweiten Weltkriegs erreicht. Insgesamt ist die Zahl der Geflüchteten von Jahresanfang 2013 bis Jahresende 2018 um 1,2 Millionen Personen gestiegen. Die große Mehrheit dieser Menschen hat einen anerkannten Schutzstatus. Auf Basis der dritten Welle der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten werden in diesem Kurzbericht Integrationsverläufe der Schutzsuchenden untersucht, die von Jahresanfang 2013 bis Ende 2016 zugezogen sind. Die Ergebnisse zeigen, dass ihre Arbeitsmarktintegration schneller erfolgt als bei früheren Geflüchteten und dass die Teilnahme an Sprach- und anderen Integrationsprogrammen sowie der Besuch von Bildungseinrichtungen deutlich zugenommen hat."

IAB-Kurzbericht 04/2020 Fünf Jahre seit der Fluchtmigration 2015:
Integration in Arbeitsmarkt und Bildungssystem macht weitere Fortschritte

IQ Fachstelle Einwanderung: Arbeitshilfe "Übersicht aktueller geplanter Änderungen im sog. Migrationspaket und weiteren Gesetzesentwürfen" veröffentlicht

24.06.2019

In einer weiteren neuen Arbeitshilfe gibt die IQ Fachstelle Einwanderung einen Überblick über die geplanten Änderungen der am 7. Juni 2019 vom Deutschen Bundestag verabschiedeten sieben Gesetze des sogenannten "Migrationspakets", des Gesetzes gegen illegale Beschäftigung und Sozialleistungsmissbrauch sowie weiterer Gesetzesentwürfe. Die Übersicht ist vorläufig, da nur der aktuelle Stand (20. Juni 2019) der Gesetzgebungsverfahren wiedergegeben wird, diese aber noch nicht abgeschlossen sind.

Die Arbeitshilfe zum Download finden Sie hier.

Kostenlose Rechtsberatung des Ausländerbeirats wird erweitert

Fast 20 Jahre bietet der Ausländerbeirat die kostenlose Rechtsberatung für Migrantinnen und Migranten sowie Engagierte vor allem im Ausländerrecht an. Seit Anfang Juli gibt es jetzt Veränderungen im Team.

Eine besondere Neuerung betrifft die Zielgruppe der Migrantinnen: In der Analyse der Beratungsfälle von 2018 fiel auf, dass wenige ratsuchende Frauen zu der Beratung kommen. Um hier das Angebot zu verbessern wird Rechtsanwältin Stephanie Dahmen immer am ersten möglichen Donnerstag des Monats die Rechtsberatung übernehmen.
Zusätzlich zu Rechtsanwalt Gunther Specht, der schon von Anfang an berät, kommt außerdem Rechtsanwalt Florens von Heydwolff mit ins Team.

MEDIENDIENST veröffentlicht Handbuch Islam

Der MEDIENDIENST INTEGRATION hat ein neues "Handbuch Islam und Muslime" veröffentlicht. Es enthält Zahlen, Fakten und Hintergrund-informationen zum Thema und ist in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten entstanden.

Was wissen wir über den Islam als Weltreligion und die Muslime, die in Deutschland leben? Wie sind sie organisiert? Und welche Rolle spielen islamisch begründeter Extremismus auf der einen und Islamfeindlichkeit auf der anderen Seite? Auf diese und viele weitere Fragen will der Mediendienst Integration mit seinem neuen "Handbuch Islam und Muslime" Antworten geben.

Eine PDF-Version des Handbuchs steht hier zum Download bereit.

Meine Bildungs-Mappe

Meine Bildungs-Mappe ist ein Ordner, in dem Neuzugewanderte ihre Bildungsnachweise wie zum Beispiel Schulzeugnisse, Sprachkurszertifikate oder eine ehrenamtliche Tätigkeit systematisch abheften können. Die Mappe ist in Leichter Sprache verfasst. Dadurch können auch Menschen mit geringen Sprachkenntnissen ihre Dokumente eigenständig einordnen.

Der Ordner ist in 4 Bereiche gegliedert:

Meine Bildungsmappe
  1. Persönliche Infos und Lebenslauf: Hier können einige persönliche Informationen und ein Lebenslauf abgelegt werden.
  2. Inhalt: In diesem Bereich kann man eine Übersicht über alle Dokumente erstellen.
  3. Dokumente: Hier werden die einzelnen Bildungsnachweise abgeheftet. Unterteilt werden die Dokumente in:
    • Sprache
    • Schule und Studium
    • Arbeit
    • Freizeit und Hobby
    • Fähigkeiten
  4. Weitere Informationen: Dort können Ansprechpersonen aufgelistet werden und Vorlagen für Teilnahmebescheinigungen aus dem formalen und non-formalen Bildungsbereich verwendet werden.


Wichtiges Ziel der Bildungs-Mappe ist vor allem die Schaffung von Transparenz hinsichtlich erworbener Qualifikationen und Kompetenzen. Dies dient den Personen selbst, auf bereits Geleistetes mit Freude und Stolz zu blicken und bereitet die Grundlage für die Beratung und Begleitung in Ausbildung, Beschäftigung, Weiterbildung und Beruf.

Meine Bildungs-Mappe (für Geflüchtete) (PDF-Datei 424,18 kB)

Migrationspaket Zugang zu Deutschkursen und Ausbildungsförderung änderungen

Ab dem 01.08.2019 ist das Migrationspaket der Bundesregierung gültig und es ergeben sich Neuregelungen für die Teilnahme an Integrationskursen und Kursen der berufsbezogenen Deutschförderung gem. § 45a AufenthG (DeuFö). Das IQ Netzwerk Niedersachsen hat hierzu eine hilfreiche Übersichtstabelle gestaltet, welche die Änderungen noch einmal verdeutlicht: Sprachförderung & Änderungen Teilnahme Integr.

Auch in der Ausbildungsförderung von Personen mit Gestattung oder Duldung ergeben sich ab heute Änderungen, welche die zweite Tabelle des IQ Netzwerks Niedersachsen veranschaulicht. Ausbildungsförderung

Die Informationen finden Sie außerdem auf der Seite der Bildungskoordination:
www.marburg-biedenkopf.de

Paritätischer kritisiert Gesetzesvorhaben im Asyl- und Aufenthaltsrecht

Voraussichtlich gleich zehn Gesetzesentwürfe zur Asyl- und Aufenthaltspolitik werden in erster Lesung in den kommenden beiden Wochen in den Bundestag eingebracht. Nach Analyse der AG Innen, an der neben dem Paritätischen auch PRO ASYL, die Diakonie Deutschland, der Bundesfachverband umF und die BAfF angehören, bedeuten die meisten Regelungen wesentliche Verschärfungen und Verschlechterungen für Flüchtlinge. Auf einige Punkte, die der Paritätische besonders kritisch sieht, soll im Folgenden eingegangen werden:

Versicherungsschutz für ehrenamtlich Aktive in Hessen

In der letzten Woche hat Frau Dr. Karin Stiehr im Landratsamt über die Unfall- und Haftpflichtversicherung in der ehrenamtlichen und freiwilligen Engagement referiert. Aus diesem Anlass empfehlen wir Ihnen noch einmal die Basis-Informationen, die wir auf unserer Internetseite dazu bereit gestellt haben:
ehrenamt.marburg-biedenkopf.de/versicherungsschutz/

Vorschlag zur Verleihung des Sozialpreises des Landkreises Marburg-Biedenkopf

Der Landkreis vergibt in 2020 zum dritten Mal den vom Kreistag in 2017 beschlossenen Sozialpreis. Das Preisgeld beträgt 3.000 Euro und kann in begründeten Fällen auf mehrere Preisträger*innen verteilt werden. Dieses muss für soziale Zwecke verwendet werden, für die sich die Person bzw. Organisation engagiert. Als persönliche Anerkennung wird außerdem eine Urkunde verliehen.

Wirkung der aktuellen Gesetzesvorhaben im Asyl-und Aufenthaltsrecht

Derzeit liegen 10 Gesetzgebungsentwürfe im Bereich des Asyl- und Aufenthaltsrechts vor, die parallel und in extrem kurzer Zeit verhandelt werden. Das FORUM MENSCHENRECHTE hat einen Überblick über die wesentlichen Regelungsinhalte, ihre Konsequenzen für die Betroffenen sowie die Wechselwirkungen der Entwürfe erstellt.
Die geplanten Regelungen würden die Situation von Asylsuchenden, geduldeten Menschen und anerkannten Flüchtlingen in Deutschland stark verschlechtern. Die Vorschläge erschweren einer Vielzahl an Menschen Bleiberechte und bauen systematisch die Rechte geflüchteter Menschen ab: massive Leistungskürzungen, maßlose Inhaftierungen, lange Unterbringungsverpflichtungen sowie die Bedrohung der Zivilgesellschaft aufgrund von potentieller Kriminalisierung durch Bezichtigung der Beihilfe zum Geheimnisverrat sind nur einige drastische Beispiele.
190430 FMR_Aktuelle Gesetzgebungsverfahren im Detail
190430 FMR_Aktuelle Gesetzgebungsverfahren Kurzüberblick

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